Schmudo-tagwache, fritschi-zmorge und fritschi-zug der zunft zu safran

Noch bevor der Tag anbrach, strömten gegen 5 Uhr morgens Tausende Fasnächtlerinnen und Fasnächtler vom Bahnhof über die Seebrücke hinunter zum Schwanen- und Kappelplatz. Mit diesem nächtlichen Ansturm begann in Luzern traditionsgemäss am Schmutzigen Donnerstag die Fasnacht, eröffnet traditionellerweise von der Zunft zu Safran. Viele der Feiernden sind eigens mit Sonderzügen und Extrabussen angereist, um diesen Moment nicht zu verpassen. In der Altstadt drängten sich laut Polizei wie schon im Vorjahr rund 25’000 Menschen zur Tagwache. Grössere Zwischenfälle blieben aus, stattdessen herrschte eine ausgelassene, friedliche Stimmung, wie Mediensprecher Yanik Probst erklärte.

Alles folgte dem bewährten Ritual: Die Strassenlichter erloschen, und auf dem dunklen See näherte sich der hell erleuchtete Nauen. An Bord: Bruder Fritschi, die sagenumwobene Symbolfigur der Luzerner Fasnacht, welcher von Zunftmeister und Fritschivater Stephan Hug am Schiffssteg Nr. 7 in Empfang genommen wird. Kurz bevor das Schiff anlegte, zerriss ein lauter Knall die Stille, der Urknall erhellte das Seebecken.Der Startschuss für die Lozärner Fasnacht 2026 – die Menge jubelte, die Guuggenmusigen setzten zum schränzenden Auftakt an.

Mit seinem Gefolge zog Bruder Fritschi weiter zum Kapellplatz und erklomm die Bühne rund um den Fritschibrunnen. Dann ging es los mit dem «Fötzeliräge» und die Fötzeli regneten über die Köpfe der Zuschauerinnen und Zuschauer. Konfetti lag in der Luft, Musik erfüllte den Platz – und die Lozärner Fasnacht ist endgültig entfacht.

Bilder: (c) LFK, Bruno Gisi