die fritschivater-abholung beim bärteliessen: feierliche aufwartung des LFK beim Zunftmeister zu Safran 2026 - Stefan Hug
Zwei Wochen nach dem Bot der Zunft zu Safran gehört die Bühne dem Fritschivater: Mit der traditionellen «Abholung» zeigt er sich der Öffentlichkeit und lässt sich von Freunden aus Zünften, Gesellschaften, Vereinigungen und der Wirtschaft gebührend feiern.
ph. Frühmorgens beginnt für den Fritschivater die Vorbereitung für das Bärteliessen. Zusammen mit seiner Familie und dem Zunftrat traf sich Stefan Hug um 9 Uhr im Old Swiss House zum traditionellen Tafelspitz – die ideale Grundlage für einen langen Tag. Um halb elf ging es dann standesgemäss mit der Kutsche in Richtung Altstadt.
Auf dem Kapellplatz warteten bereits die Zunftgruppierungen: die strammen Grenadiere, das Umzugskomitee sowie die als Waldmanndli bekannte Historische Zunftgruppe. Die Feldmusik spielte auf, Hunderte von Freunden und Bekannten jubelten dem Fritschivater 2026 zu. Für zusätzlichen Schwung sorgte der Zunftnarr, der stilecht mit dem Lastenvelo auf den Kapellplatz rollte und das Publikum lautstark zum «Brüeleee» animierte. Nach einem ersten Umzug durch die Altstadt führte der Weg in den Wilden Mann. Dort fand mit der «Aufwartung» beim Zunftmeister der eigentliche Kern der Abholung statt. Rund zwei Dutzend Gruppen – vom Neuzünftler-Jahrgang über Vergnügungskomitees bis hin zu Delegationen aus Wirtschaft, Vereinigungen und weiteren Kreisen – überbrachten ihre Glückwünsche, meist mit viel Witz und Charme.
Beim anschliessenden Umzug durch die Altstadt stach vor allem die grosse, farbenprächtige Delegation der LFK-Huereaffe gemeinsam mit zahlreichen Alt-Herren ins Auge. Begleitet von der Lozärner Original Guggenmusig und der Chatzemusig Lozärn zog der Tross weiter zum fast schon überlebenswichtigen Halt im Stadtkeller – Gehopftes und Gekelltertes inklusive. Grossartig, liebe Stadtkeller-Crew! Beim KKL wurde der Fritschivater schliesslich von den Zünftlern der Zunft zu Safran empfangen, allen voran vom stets sorgenfreien VKP Tobias Moser. Die traditionelle Fritschipastete, gehaltvolle Ansprachen des Zunftmeisters sowie seiner Ehrengäste – Bundesrat Martin Pfister, Coop-CEO Philipp Wyss und der Zunftmeister zu Hottigen, Anders Mathis – und diverse Ehrungen verliehen dem Anlass seinen würdevollen Rahmen. Ein weiteres Highlight bildete das rund einstündige Theater des VK26.
Zum Schluss wartete eine Neuerung: Statt des gewohnten Schlummertrunks auf der Spirit of Lucerne traf man sich neu gemeinsam im Schweizerhof, wo zeitgleich das Damenbärteliessen zu Ende ging. Und nur wenige Stunden später kam es im Stadtkeller bereits zum nächsten traditionellen Wiedersehen – beim ebenso traditionellen Katerbummel. Das war vielleicht ein Wochenende....
Fotos: (c) LFK | Bruno Gisi